21.09.2019
Besichtigung des Granitwerks Popp in Schurbach

Freie Wähler Waldershof besichtigen das Granitwerk Popp in Schurbach

Im Rahmen ihrer Besuche einheimischer Betriebe haben die Freien Wähler Waldershof das Granitwerk Popp in Schurbach besucht.
Das Traditionsunternehmen Granitwerk Popp hat bereits 1932 begonnen, am Südhang der Kösseine den seltenen blauen Kösseine-Granit abzubauen. Wurden damals nur die an der Oberfläche liegenden Findlinge verarbeitet, so ging man später nach und nach zum systematischen Abbau des Granits über.
Die Firma wird von Firmenchef Gerhard Kuchenreuther – staatl. geprüfter Steintechniker und Steinmetzmeister - in der dritten Generation geführt. Die vierte Generation arbeitet bereits im Betrieb mit. Johannes Kuchenreuther, seit diesem Jahr ebenfalls Steinmetzmeister und Steintechniker, hat auch das Studium zum Rohstoffingenieur erfolgreich abgeschlossen. Beide können damit eine fachliche und handwerkliche Qualität auf höchstem Niveau sichern, die von den Kunden sehr geschätzt wird.
Der blaue Kösseine-Granit wird im eigenen Steinbruch abgebaut und auf kurzem Wege zum nahen Granitwerk verbracht. Hier wird er zunächst mit riesigen Sägen und Spezialmaschinen weiterverarbeitet und mit solider Facharbeit und viel Erfahrung in die gewünschte Form veredelt. Somit findet die ganze Wertschöpfungskette in Schurbach statt, wie Gerhard Kuchenreuther betont. Damit werden derzeit 10 Arbeitsplätze gesichert.
Es gibt nicht viele Unternehmen, die eine komplette Bearbeitung an Ort und Stelle bieten können. Ebenso gibt es nicht mehr viele derartige Betriebe, die noch in Familienhand sind – ein Vorteil für die Betreuung der Kunden. Selbstverständlich werden auch andere Natursteinarten aus dem In- und Ausland für Bau- und Denkmalarbeiten weiterverarbeitet.
Gerade viele Einheimische legen aber Wert darauf, dass Ihre Aufträge mit heimischem Granit aus dem Fichtelgebirge ausgeführt werden.Der Kundenkreis des Granitwerks Popp erstreckt sich über ganz Deutschland.Ein Granitstein mit der einmaligen blauen Färbung ist eben nur hier zu bekommen und dementsprechend begehrt. Eine Auswahl des Leistungsspektrums des Granitwerks Popp kann vor Ort besichtigt und bewundert werden. Von einer breiten Auswahl an Grabsteinen bis hin zu künstlerischen Objekten ist hier alles zu finden.
Ebenso interessant war es zu hören, dass der alte, nicht mehr genutzte Steinbruch der Firma Popp sich mittlerweile zum artenreichen Biotop entwickelt hat und die Natur im Kösseinegebiet bereichert.
Firmenchef Gerhard Kuchenreuther nahm sich über zwei Stunden Zeit, um die Freien Wähler durch den Betrieb zu führen und die zahlreichen Fragen zu beantworten.
FW-Bürgermeisterkandidatin Michaela Härtl zeigte sich sehr erfreut über diesen Vorzeigebetrieb in Schurbach und bedankte sich am Schluss mit einem Geschenk recht herzlich für die ausführlichen und äußerst interessanten Ausführungen bei Firmenchef Gerhard Kuchenreuther.